14.05.2011 - Isartaler Mailauf


Heute, 241 Laufkilometer und 154 Fahrradkilometer nach Geretsried, neuer TEST der Formel „1 Kilogramm Gewichtsverlust = 6 Sekunden/Kilometer Geschwindigkeitserhöhung“. Ziel ist folgende Zeit:

64,5 Renngewicht Geretsried, nunmehr 63,5 Renngewicht Schäftlarn = 3:54 Sekunden - 6 Sekunden für ein Kilogramm Gewichtsverlust = 3:48 Minuten je Kilometer x 10 = 38 Minuten + 15 Sekunden Geröllzuschlag + 15 Sekunden Hitzezuschlag = 38:30 Zielzeit.

Start um 15.00 Uhr, zuvor ein kurioses Gespräch in der ersten Startreihe: Dort fragt ein weißer Kenianer den farbigen Kenianer (den Superläufer von Gröbenzell) „Sind Sie Kenianer?“; der erwidert „Nein, Deutscher“, daraufhin der weiße Kenianer (dem Tonfall nach ein Engländer) „Aber ich bin in Kenia geboren!“. Offenbar scheint die Geburt in diesem Land hohe Laufgeschwindigkeiten zu ermöglichen, denn der schon ältere Engländer zieht mit der ersten Gruppe, die dem wieder uneinholbaren farbigen Kenianer folgt, locker mit und wird Zweiter. Zunächst befinde ich mich unter den ersten 10 und kann die Geschwindigkeit der ersten Gruppe mit Mühe halten. Dann macht sich die Hitze bemerkbar, 3 Einzelläufer und eine Dreiergruppe, alle jünger, überholen. Beim Wendepunkt kurz nach dem Ickinger Stauwehr bin ich laut dem Ausrufer an 15. Stelle, einer überholt. Danach geht es in schwüler Hitze am Isarkanal zurück nach Schäftlarn. Ein Läufer, in dessen Waden ich mich in Gröbenzell schon einmal verbissen hatte, überholt; ein weiterer folgt, danach hängt mir unabhängbar ein Läufer im Nacken bis ins Ziel: 38:34 (noch stimmt die Gewichts-/Geschwindigkeitsformel knapp). Der nachfolgende Läufer bedankt sich bei mir fürs Mitziehen.

Später Fachgespräch unter SfS-Kollegen: Ernst Beldzik (57:59) hat einen Maximalpuls von 210: Offenbar ist der Mann überhaupt kein Mensch, sondern eine Pumpe. Walter Kurz ist möglicherweise auch kein Mensch, sondern ein Uhrwerk: 60 Minuten war sein Ziel, 59:54 zeigt seine Uhr an. Für alle beteiligten SfS-Läufer also ein erfolgreiches Rennen.

Nächstes Ziel 22.05.2011 Riemer-Park-Lauf: 1 Kilo weniger, also 62,5 kg Renngewicht = 38 Minuten - 6 Sekunden (für das verlorene Kilogramm) x 10 km = 37 Minuten (wegen 10,4 Kilometer 38:29 + gegebenenfalls Hitzezuschlag).

Nochmals zur etwaigen Nachahmung (auf eigene Gefahr): 14 Laufkilometer (entsprechen 28 Fahrradkilometer) = 700 kcal = 100 Gramm Körperfett Gewichtsverlust!

Team 1, Läufer Nr. 3, Michael Kanis

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