18.04.2010 - Marathon Wien


Nachdem ich mit Claudia (Läuferin Nr.17 aus Team 2) letztes Jahr auf Mallorca einen tollen Laufkurztrip hatte, wurde damals noch die Entscheidung gefällt, in Wien wieder an den Start zu gehen. Claudia wollte dabei Ihre erste Halbmarathonzeit von 2:16 verbessern. Nachdem ich meine vermeintliche „Lebensbestzeit“ im Jahr 2009 von 03:30 h bereits zweimal unterbieten konnte, nahm ich mir nicht wirklich vor noch schneller zu werden (das sollte sich in der Vorbereitung aber doch ändern).

Die Vorbereitung war bei Claudia leider von einer langwierigen HWS Schmerzstelle und einer 2 wöchigen Husten-Schnupfen-Heiserkeit unterbrochen, sodass Sie nur die letzten 3 Wochen konsequent laufen gehen konnte.

Bei mir war alles in Ordnung und ich konnte meinen Vorbereitungsplan durchziehen. Während der wochenweise angelegten Trainingsumfänge habe ich dann doch immer auf die schnelleren Trainingspläne geschielt und den einen oder anderen Lauf mit größerem Umfang absolviert.

In der letzten Woche vor Wien haben sich dann die Ziele wie folgt festgesetzt:

-Claudia Halbmarathon: 02:10 h

-Wolfgang Marathon: 03:20 h

Freitag machten wir uns dann auf nach Wien. Mit noch zwei befreundeten Läufern hatten wir uns ein Hotel in unmittelbarer Umgebung des Zielbereichs ausgesucht.

Wie üblich waren wir am Samstag nach einem kurzen Läufchen viel zu lange in der Stadt unterwegs und haben uns die Startunterlagen im optimal organisierten Messebereich abgeholt.

Während des umfangreichen Abendessens haben wir uns schon mal die Ausreden überlegt, falls wir unsere Zielzeiten nicht schaffen sollten.

Am Sonntag ging es dann um 07:30 h vom Hotel in Richtung Startbereich los. Die angekündigten 32.000 Läufer sollten einen ordentlichen Ansturm auf die öffentlichen Verkehrsmittel erwarten lassen. An dieser Stelle ein großes Kompliment an die Organisatoren, die es geschafft haben, die Menschenmengen kontrolliert und sehr stressfrei an den Start zu bringen. Auch am Start ging es sehr entspannt zu.

Nachdem wir uns in unsere Startblöcke verabschiedet haben ging es los. Wir nahmen uns vor, uns nicht von den Massen anstecken zu lassen und liefen auch entsprechend los.

Für meine Zielzeit habe ich mir die Zwischenzeiten für 03:19 h auf die Finger geschrieben. Nachdem ich die ersten 7 km langsamer angegangen bin, konnte ich das Tempo soweit erhöhen, dass die Endzeit bei km 25 auf 03:18 zu erträumen war. Dank der perfekt bereitgestellten Verpflegungsstände und der relativ ebenen Strecke (der gesamte Marathon weist nur ca. 70 steigende HM auf) waren die nächsten Kilometer bis 35 sehr euphorisch und gleichmäßig. Es wäre kein Marathon käme nicht doch der Punkt wo es hart wird. Aber – so ist das halt: Augen zu und durch … Endzeit: 03:18 h!

Claudia hat sich zum erstenmal ebenfalls Zwischenzeiten auf Ihre Finger geschrieben. Wow!

Nachdem es Ihr die ersten 10 km super ging, kam zwischen km 14 und 17 ein kleiner (sie sagt: ein großer) Durchhänger. Es war in diesem Streckenabschnitt Richtung Schönbrunn ziemlicher Gegenwind. Aber nachdem das Hotel ja im Zielbereich war, dachte sie sich, dass sie sowieso irgendwie zurückkommen muss: also – weiterlaufen!

Ab km 18 war der Durchhänger wieder vorbei und der Zieleinlauf auf dem Heldenplatz hat alles wieder entschädigt: Endzeit 2:11.11!

Im Ziel angekommen waren wir alle stolz auf uns. Die Ausreden vom Vorabend merken wir uns einfach für nächstesmal!

Zusammenfassend können wir von einem tollen Event in einer tollen Stadt berichten und allen Läufern eine Reise nach Wien ans Herz (oder besser an die Beine) legen. Gewöhnungsbedürftig sind die streckenweisen Beschallungen mit Wiener Walzer, die nicht so motivierend sind, wie die Musik, die man von anderen Laufveranstaltungen kennt. Aber das ist halt Wien: dort wird am Tag vorher auch keine Nudelparty veranstaltet, sondern eine Kaiserschmarrnparty!

Wir haben noch bis Montag verlängert und waren froh, noch 1 Tag länger Wien genießen zu können.

Wolfgang

Läufer Nr. 9 aus Team 2

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