21.02.2010 - Ismaninger Laufserie Teil 3


Der Schmerz lässt nach, die Ernüchterung setzt ein. Keine empfehlenswerte Vorbereitung ist es, 6 Wochen im Durchschnitt 100 km pro Woche zu laufen, dann eine Woche Snowboard zu fahren (und nicht zu laufen) und danach zum Halbmarathon anzutreten. Dabei ging es gut los, bei km 1 teilt der Ausrufer 4:20 mit. Mühsam bleibe ich an den Waden einer schnellen LG-München-Läuferin (später Zweite der W30), 10 km liegen nach 43:53 hinter mir. Ein Läufer nach dem anderen bleibt zurück. Dann kam der Rückweg isaraufwärts: bei km 11 stört eine Frage nach der Zeit die Konzentration, bei km 13 stört, dass bereits 200 Meter später das 14-km-Schild kommt. Bei km 19 währt der innere Jubel über die Zeit nur solange, bis kurz danach das für die Gegenrichtung aufgestellte 4-km-Schild steht. Es waren nach der Wettbewerbsausschreibung doch 21, nicht 23 km, oder ? Allmählich reift die (grauenhafte) Erkenntnis, dass es tatsächlich noch 4 Kilometer, nicht 2 Kilometer sind. Die Beine schmerzen immer mehr. Die Verhältnisse, teilweise glatte Schneespur, teilweise keine Spur, fordern ihren Tribut. Ab km 19 geht die Kraft aus, der letzte Kilometer dauert 6 Minuten. 20 Läufer, alle unter Sauerstoffnot niedergerungen, überholen wieder. Bei Schlussspurt kann ich einen Überholer nicht halten. Im Ziel: völlig kaputt mit 1:40:19, Platz 170. Später kommen Michael Faltermeier mit 1:47:29, Wiebke Böhning mit 2:12:44, Roland Jokl mit 2:19:02, als Geheimläufer für Sport für Spenden Ernst Beldzik und mit 2:28:07 Wolf Henkel. Wo blieben die anderen, die ich am Start noch sah?

Michael, Läufer Nr. 4

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