21.03.2010 - Forstenrieder Volkslauf


Kurz nach dem Aufstehen bekomme ich eine SMS von Thomas Schmid, er kann aus gesundheitlichen Gründen heute leider nicht laufen. Und ich hatte mich schon so darauf gefreut, jemanden an meiner Seite zu haben, der mich mit zieht, wenn auf die 10 km die Beine schwer werden. Na ja, mit solche kleinen Unwägbarkeiten muss man (Frau auch J) beim Laufen leben.
Von den heutigen Bodenverhältnissen bekommen Aleksa, Michael und ich bei der Anreise mit dem Auto gleich einen kleinen Vorgeschmack. Auf einem Feldweg parken wir mit vielen anderen Läufern das Auto. An den Reifen klebt die vom Regen aufgeweichte Erde zentimeterdick.
Bei der Kleiderwahl scheiden sich heute die Geister. Viele sind warm und dick angezogen, denn auf dem Sportplatz weht ein kalter Wind und es nieselt immer wieder. Andere gehen mit kurzer Hose und T-Shirt an den Start. Immerhin zeigt das Thermometer 10 Grad an.
Im gemütlichen Trab geht es über ein kurzes Stücke Asphalt und schon habe ich weichen matschigen Waldboden unter den Füßen. Einige Läufer hüpfen wie die Karnickel mal nach rechts mal nach links, um auch ja kein Matschloch zu berühren. Mir persönlich ist es egal, ich laufe einfach mitten durch den Matsch. Sauber bleibe ich heute ohnehin nicht. Nach, für meine Verhältnisse sehr flotten 5:22 Minuten, habe ich den ersten Kilometer hinter mir gelassen. Bis Kilometer vier halte ich das Tempo gut durch allerdings schaffe ich es nicht, bei dieser Geschwindigkeit an der Getränkestation das Wasser im Laufen zu trinken. Dazu muss ich noch mehr an meiner Atemtechnik arbeiten. Also muss ich kurz gehen, um etwas zu trinken und dann geht es weiter. Bei Kilometer sechs, bereue ich es, dass ich zum Laufen heute die Jacke angelassen habe. Mir ist viel zu warm, die Hitze staut sich. Ich ziehe die Jacke aus und krempele die Hosen hoch. Einige Zeit dauert es noch, bis sich mein Körper wieder auf eine angenehme Temperatur herunter gekühlt hat, dann fällt mir das Laufen wieder leichter. Zu meiner Freude entdecke ich eine Läuferin, die in einem schönen gleichmäßigen Tempo läuft. An sie hänge ich mich an. Stur schaue ich auf ihre Füße und lasse mir so den Rhythmus vorgeben. In dieser Konstellation absolviere ich Kilometer 7 und 8. Erst bei der Versorgungsstation, kurz nach km 8, trennen sich unsere Wege wieder. Zum Trinken muss ich wieder gehen. Danach läuft es wieder richtig gut. Meine Füße sehnen sich nach festem Untergrund und laufen diesem zügig entgegen. Doch vorher kommt noch ein schönes großes Matschloch! Die Läufer knapp vor mir bremsen ab, suchen sich einen Weg am Rand, um dem Matsch zu entgehen. Das ist meine Chance, in der Mitte ist der Weg nun frei, also nehme ich die gerade Strecke mitten durch den Matsch. Der spritzt rechts und links weg. Und ich habe so die schmutzempfindlichen Läufer hinter mir gelassen. Gleich im Anschluss beginnt die asphaltierte Straße und ich habe wieder festen Boden unter den Füßen. Was mich noch einmal beflügelt und den letzten Kilometer in 5:23 Minuten absolvieren lässt.
Nach 57:21 Minuten habe ich das Ziel erreicht und weiß schon jetzt, dass sich das gemeinsame Training mit Michael F. (Team 2,Läufer 21) in den letzten Wochen gelohnt hat.
Insgesamt wurden am heutigen Tag wieder 92 Spendenkilometer erlaufen. Dazu haben folgende Läufer und Läuferinnen beigetragen:
Thomas Spitz(n)er 42:40, Michael Faltermaier 43:23, Gabriele Bast 58:19,
Aleksandra Faltermaier 1:07:45; mit je 10 km
Wolfgang Spiegl 1:34:25, Peer Rupprecht 1:49:41; mit je 21 km

Regina (Team 1, Läufer2)

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