31.12.2009 - Silvesterlauf Egenhofen


Nachdem ich verletzungsbedingt leider längere Zeit pausieren musste, wollte ich das Jahr mit einem kurzen Lauf beenden und meine derzeitige Verfassung testen.
Ich entschied mich deshalb bei dem „kleinen“ Silvesterlauf in Egenhofen (letztes Jahr ca. 300 Läufer) im Brucker Hinterland mitzulaufen.
Es wurden 10 km (158 Finisher) oder 5 km (68 Finisher) angeboten. Doch schon bei der Anfahrt stutzte ich: der Verkehr war weiträumig gesperrt. In Egenhofen selbst eine hohe Präsenz der Feuerwehr und viele Straßen-absperrungen. Überhaupt herrschte Volksfeststimmung. Hatte ich mich fälschlicherweise für ein großes Marathonevent angemeldet? Nein – die Egenhofener sind einfach nur Perfektionisten und die Feuerwehrmänner hatten ihre große Freude daran, den Verkehr und letztendlich auch die Läufer zu regeln.

Die Startunterlagen gab es dann auch im Feuerwehrhaus. Neben den Spinden mit Bekleidung und Helmen war dort auch eine Werkzeugleiste mit den wichtigsten Utensilien der Feuerwehr: Kellen zur Verkehrsregelung, Hufeisen und ein Flaschenöffner ;-) Ich brauchte mir also um nichts mehr Sorgen machen.

Mit leichter Verspätung gingen wir auf die Strecke. Die 10- und 5 km-Läufer starteten gemeinsam. So war es also schwer auszumachen, wer welche Strecke lief. An die rund 450 Läufer und Walker (fast die Hälfte ohne Zeitmessung) wurden Luftballons verteilt, die wir beim Startschuss in die Luft entließen. Mein Vorsatz zum Rennen: unter 20 Min. Zielzeit, keine Gnade für die Wade und wenn die regenerierte Verletzung zu schmerzen anfängt, sofort aus dem Rennen gehen. Nach einer kurzen Runde durch das Dorf ging es leicht bergab raus aufs freie Feld. Ein Blick auf die Uhr nach 1 km zeigte 3:57 Min.. Eigentlich viel zu schnell. Die Strecke führte weiter in die Ortsteile Dirlesried und Osterholz. Das Führungsfahrzeug immer noch in Sichtweite und ca. 11 Läufer vor mir. Leider mussten wir dann beim Rückweg nach Egenhofen dementsprechend bei reichlich Gegenwind berg-auf laufen. Mit einer Trommlergruppe wurden die Läufer im Ort begrüßt und da ich nur für 5 km (5,150 km waren es nach GPS) gemeldet war, durfte ich nach der Zeitnahme auch gleich in das geheizte Vorzelt des Feuerwehrhauses einbiegen, wo wir mit heißem Tee und reichlich Obst versorgt wurden.
Die 20er-Marke hatte ich mit 21:02 Min. zwar deutlich überschritten, aber die Strecke war auch länger als angegeben und der Gegenwind hatte am Ende mehr Zeit gekostet als gedacht. Nach Rücksprache mit mehreren 5 kmFinishern lag im Schnitt jeder 30 – 40 Sek. über seiner Zeit.

Für mich erfreulich hielt meine Wade ohne Probleme die Beanspruchung aus. Am Ende durfte ich mich über den 3. Gesamtplatz im Rennen freuen.

Ein guter Jahresabschluss, der wieder Lust auf mehr Läufe im Jahr 2010 macht.

Herbert
Läufer Nr. 9 / Team 1

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